Lage
Aufzug heißt nicht automatisch einfach
Wer aus dem Altbau in eine Wohnscheibe zieht, rechnet mit einem leichten Umzug, schließlich gibt es einen Aufzug. Die Rechnung geht selten glatt auf. Aufzüge in Wohnhochhäusern sind für Personen ausgelegt, nicht für Kleiderschränke, Sofas und Matratzen. Was nicht in die Kabine passt, geht ins Treppenhaus, und ein Treppenhaus über viele Geschosse kostet mehr Zeit als vier Etagen Altbau. Der Aufzug verkürzt den Weg, er ersetzt aber nicht die Planung.
Dazu kommt die Verfügbarkeit der Kabine. In vielen Häusern gilt ein festes Zeitfenster für Anlieferungen, und die Hausverwaltung muss zustimmen, bevor ein Aufzug belegt werden darf. Regeln einzelner Gebäude stehen hier bewusst nicht, denn sie unterscheiden sich von Haus zu Haus. Vor dem Termin klären wir mit der Hausverwaltung, ob es ein Zeitfenster für die Anlieferung gibt und ob der Aufzug belegt werden darf.
Zufahrt
Die Mühlendammbrücke bestimmt die Anfahrt
Der größte einzelne Faktor bei der Anfahrt ist der Ersatzneubau der Mühlendammbrücke. Seit Mitte 2024 läuft der Verkehr dort mit je einem Fahrstreifen pro Richtung, die Fahrbahn ist verengt und verschwenkt, die geplante Bauzeit liegt bei fünf Jahren. Für den Schwerlastverkehr ist die Brücke schon seit 2019 eingeschränkt. Für Lastwagen ist ausdrücklich eine Umleitung ausgewiesen: Spandauer Straße, Rathausstraße, Breite Straße. Diese drei Straßenzüge sind damit die vorgegebene Route für jedes größere Umzugsfahrzeug.
Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist im Tagesgeschäft keine. Eine Umleitung über drei Straßenzüge verändert Fahrzeit und Anfahrtsrichtung und damit die Seite, auf der das Fahrzeug halten kann. Sind zwei Fahrten nötig, verdoppelt sich der Effekt. Deshalb wird die Route vor dem Termin festgelegt und nicht am Morgen des Umzugs improvisiert. Das gilt besonders, wenn die zweite Adresse westlich der Spree liegt und der Weg zweimal über dieselbe Engstelle führt.
- Mühlendammbrücke: je ein Fahrstreifen pro Richtung, Lastwagen über Spandauer, Rathaus- und Breite Straße.
- Karl-Liebknecht-Straße Richtung Prenzlauer Allee: ein Fahrstreifen, Planung bis 30. Juni 2026.
- Holzmarktstraße stadtauswärts: ein Fahrstreifen, Planung bis 30. April 2026.
- Gertraudenstraße am Petriplatz: je zwei Fahrstreifen, Planung bis 31. März 2028.